
Klinik für Nuklearmedizin
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Die Nuklearmedizin ist ein eigenständiges Fachgebiet, das sich in den siebziger Jahren aus der Radiologie und der Inneren Medizin entwickelte und sich vorwiegend mit organischen Funktionsstörungen befasst. Dazu werden kleinste Mengen radioaktiv markierter Substanzen verabreicht, deren Verteilung im Körper Rückschlüsse auf Funktionsstörungen oder pathologische Stoffwechselvorgänge zulässt, teilweise bevor Erkrankungen zu Veränderungen von Organstrukturen führen, die z.B. im Röntgenbild oder im Computertomogramm [CT] erkennbar wären.
Dank des rasanten technischen Fortschritts gewann die Nuklearmedizin während der letzten Jahre vor allem in der Tumordiagnostik und beim Therapiemonitoring erheblich an Bedeutung. So stehen inzwischen kombinierte nuklearmedizinisch-radiologische Systeme zur Verfügung, die es erlauben, Funktionsstörungen (im Rahmen der konventionellen nuklearmedizinischen Schnittbilddiagnostik [SPECT] erkennbar) oder pathologische Stoffwechselprozesse (mit der Positronen-Emissions-Tomographie [PET] nachweisbar) exakt den gleichzeitig im CT dargestellten Strukturen zuzuordnen, im Sinne einer komplementären molekularen und anatomischen Bildgebung.
Die Schwerpunkte im ambulanten Bereich unserer Klinik liegen bei der onkologischen Diagnostik sowie bei Abklärungen des Skelettsystems, der Schilddrüsen- und der Nierenfunktion.
Traditionell wird in der Nuklearmedizin auch eine Schilddrüsensprechstunde angeboten, da hier nicht nur alle notwendigen Verfahren zur raschen Diagnosefindung zur Verfügung stehen (Szintigraphie, Sonographie, Labor, FNP/Zytologie), sondern bei entsprechender Indikation auch eine Behandlung mit Radiojod auf der nuklearmedizinischen Bettenstation durchgeführt werden kann.
